Politik

Barack Obama erhält den Friedensnobelpreis

Das Nobelkomitee hat den amerikanischen Präsidenten Barack Obama überraschend mit dem Friedensnobelpreis 2009 ausgezeichnet. Obama werde für seine «ausserordentlichen Bemühungen zur Stärkung der internationalen Diplomatie» geehrt, teilte das Komitee in Oslo mit.

(mfr)) Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an den amtierenden amerikanischen Präsidenten Barack Obama. Dieser habe ein «völlig neues internationales Klima» geschaffen, hiess es in der Begründung. Der Preis ist mit umgerechnet 1,48 Millionen Franken dotiert und soll am 10. Dezember übergeben werden.

Der Vorsitzende des Nobel-Komitees, der Norweger Thorbjoern Jagland, sagte, der amerikanische Präsident erhalte den Preis gerade auch wegen seines Einsatzes für eine atomwaffenfreie Welt.

Obama wurde im vergangenen November zum ersten schwarzen Präsidenten der USA gewählt. «Alles, was er in seiner Zeit als Präsident angepackt hat, und wie sich das internationale Klima durch ihn verändert hat, ist schon mehr als Grund, ihm dem Friedensnobelpreis zu verleihen», sagte Jagland. Das Komitee habe schon immer versucht, noch nicht abgeschlossene Entwicklungen für den Frieden zu stimulieren und zu fördern. Das sei auch bei den Vergaben an Bundeskanzler Willy Brandt und an den damaligen sowjetischen Parteichef Michail Gorbatschow der Fall gewesen. Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung an den Finnen Martti Ahtisaari, der für seine Vermittlung in mehreren internationalen Konflikten geehrt wurde. Weitere prominente Friedensnobelpreisträger der letzten Jahrzehnte waren Mutter Theresa (1979), der Dalai Lama (1989), Aung Sang Suu Kyi (1991) und Nelson Mandela (1993).

Es ist unbestritten, dass der Präsident der USA Barack Obama das politische Klima der ganzen Welt verändert hat. Unbestritten ist der steile politische Aufstieg von Präsident Barack Obama. Schon 1996 wurde Obama als Vertreter des 13. Bezirks, der südliche Teile der Stadt Chicago rund um das Stadtviertel Hyde Park umfasst, in den Senat von Illinois gewählt. 2004 gewann Obama als Kandidat der Demokraten für den US-Senat bei deren Vorwahlen im März überraschend 52 Prozent der Stimmen und galt seither als neuer Star seiner Partei. Er initiierte 2005 und 2006 152 Gesetzesentwürfe und Senatsbeschlüsse und unterstützte weitere 427. Seine demokratischen Leistungen sind enorm und er hat Veränderungen bewirkt. Seinen positiven Einfluss als US-Präsident auf die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit der Völker ist bemerkenswert.

Es ist aber die Frage erlaubt, ob ein kriegsführender Präsident den Nobelpreis erhalten darf

Zum Zeitpunkt des Erhalts vom Friedensnobelpreis besetzen amerikanische Truppen den Irak und auch Afghanistan. Erst seit dem 29. Juni 2009 haben amerikanische Truppen Bagdad verlassen. In den Ländern herrschen immer noch Bürgerkrieg ähnliche Zustände und die Einflussnahme Amerikas ist weiterhin vorhanden. Präsident Barack Obama ist als Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte direkt involviert. Nicht wenige Juristen sehen gemäss UNO-Charta die Besetzung der betroffenen Länder als völkerrechtswidrig.

Diese Frage ist legitim. Das Nobelpreiskomitee hat entschieden und somit ist diese Frage obsolet.

Anmerkung: Ein nicht veröffentlichter Beispiel-Text.