Lokale Nachricht

Der Hickhack um den geplanten Seeweg in der Gemeinde Seetal geht weiter

von  | Jul 5, 2020 | Lokal

 

Schlechte Planung der Gemeinde, widersprüchliche Aussagen der Politiker und der Anwohner, Streit um die Zuständigkeiten sowie Unklarheit über das ganze Projekt sind die Streitpunkte, die die ganze Gemeinde erfasst hat.

 

Es kann nicht nur von Befürwortern und Gegnern gesprochen werden.

Das Projekt polarisiert und spaltet die Gemeinde in mehrere Lager. Auf der einen Seite sind die Befürworter, die einen Zugang zum See, für alle befürworten. Auf der einen Seite sind die Anwohner, die sich in ihrem Recht betrogen fühlen und um ihre Grundstücke am See kämpfen. Von Seite des Naturschutzes ist seit geraumer Zeit die Vereinigung grünes Seeufer, die sich in die Diskussion einbringt. Ein überparteiliches Komitee hat sich gegründet, mit dem Ziel eine Lösung zu finden, die von allen Betroffenen getragen werden kann. Einen Kompromiss in der Causa Seeweg zu finden wird kein leichtes Unterfangen sein. Zu verhärtet sind die Fronten und zu uneinig sind die beteiligten Parteien. Dazu kommen alle Einwohner, die mit der Vorgehensweise des Gemeinderates nicht einverstanden sind und sich hintergangen fühlen.

 

Bauprojekt forciert aber gesetzliche Frist zur Planauflage nicht eingehalten

Begonnen hat alles damit, dass der Gemeinderat, vertreten durch den Bürgermeister, das Bauprojekt forciert hat und die gesetzliche Frist zur Planauflage nicht eingehalten hat. Auf Druck des Gemeinderates wurde die Baueingabe in sehr kurzer Zeit vollzogen und der Planungsauftrag an ein nicht Ortsansässiges Architektur/Ingenieur Büro erteilt. Dieses Vorgehen hat doch einigen Einwohnern vor den Kopf gestossen. Eine vom Gemeinderat einberufene, Ausserordentliche und öffentliche Gemeindeversammlung hat nur noch zu mehr Diskussionen und verhärteten Fronten geführt. Es konnte keine Einigung, geschweige denn eine Lösung zum Problemprojektes Seeweg gefunden werden. Nach stundenlanger Diskussion wurde die ausserordentliche Gemeindeversammlung durch den Gemeinderat geschlossen.

 

Vereinsgründung durch Grundeigentümer

Die Grundeigentümer haben nun einen Verein gegründet und vom Vereinseinspruchsrecht Gebrauch gemacht. Diese Einsprache ist nun hängig und verzögert den bereits festgelegten Baubeginn. Die Rechtslage ist somit klar und der Gemeinderat muss sich eine genaue Prüfung des Projektes gefallen lassen. In der ganzen Gemeinde ist eine Tendenz auszumachen, dass die Einwohner eine Entscheidung durch eine Urnenabstimmung herbeiführen wollen. Bis zum Heutigen Zeitpunkt äussert sich der Gemeinderat negativ zur Urnenabstimmung und verzögert eine Abstimmung mit der Begründung das keine Zeit zu Verfügung steht um alle Anliegen gerecht in einem Abstimmungskampf zur Sprache zu bringen. Der Druck der Einwohner wird zunehmen und die Gemeinde Seetal wird um einen ordentlichen Urnengang nicht herumkommen. Alle an diesem Hickhack beteiligten Parteien wollen endlich eine Lösung, um die Stimmung in der Gemeinde wieder zu beruhigen.

 

Der einzige Weg dazu ist ein demokratischer Entscheid an der Urne. Nur so herrscht Klarheit was die Einwohner wirklich wollen und der demokratische Entscheid sollte durch alle akzeptiert werden.

Wie weiter mit dem Projekt Seeweg?

Das müssen die Einwohner der Gemeinde Seetal entscheiden.

Anmerkung: Es handelt sich bei dem Artikel um eine Hausaufgabe, anlässlich der Ausbildung Journalismus.