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Naturmuseum sammelt Corona

Luzern: M. Frenzel, Laudius Journalismus, 02. Mai 2020

Möchten auch Sie zum Projekt beitragen?
Wir planen eine digitale Ausstellung, wie sich das Leben während Corona geändert hat.
Möchten Sie daran teilhaben, senden Sie uns gern Ihr Bildmaterial.
Wir freuen uns, wenn Sie sie uns zugänglich machen.

Gebt mir ein Museum und ich werde es füllen. «

Pablo Picasso

Das Naturmuseum ist, wie alle anderen Museen auch, seit März 2020 geschlossen. Die Schliessung ist eine Massnahme wegen der weltweiten Corona-Pandemie, die vom Bundesrat in Bern angeordnet wurde. Die Krankheit COVID-19 ist weltweit aufgetreten und daher lässt sie sich nicht oder nur schwer kontrollieren.

Die Mitarbeiter des Museums nutzen die Zeit, eine Ausstellung mit Zeit-Zeugen-Dokumenten zu sammeln, um auch unseren nächsten Generationen dieses Ereignis digital erzählen zu können.

Die weltweite Pandemie hat das Privat- und Wirtschaftsleben stark verändert.

Die Massnahmen des Bundes, die eine schnelle Verbreitung stoppen sollen, haben für das Leben eines jeden Einzelnen, die Finanzpolitik und für die Wirtschaft grosse Einschnitte mit sich gebracht.

Der Experte und Neuropathologe Adriano Aguzzi / Leiter des Instituts für Neuropathologie am Universitätsspital Zürich zeigte und erläuterte die Statistik bereits vor dem Lockdown[1] auf Youtube . In dem Video forderte er die Menschen zu Social Distancing auf, um eine rasante Ansteckswelle zu verhindern.

Die getroffenen Massnahmen aus dem Bundeshaus Bern gerieten in die Kritik, ob sie hätten früher getroffen werden müssen. Später, ob sie verhältnismässig seien. Der Lockdown und damit Social Distancing folgte. Die Menschen gehen sehr unterschiedlich mit dieser Situation um.

Social Distancing

Mit Social Distancing haben vor allem familienorientierte Menschen und die Jugend Mühe, für die die Schule und die Freizeit mit ihren Freunden ausfiel. Andere Menschen sagen, dass sie die Distanz geniessen, um wieder zu sich selbst zu kommen. Die Menschen nutzen Social Media, um ihre kreativen Momente festzuhalten oder um in der Zeit des Social Distancings auf verschiedenen Portalen mit Menschen in Kontakt zu treten.

Existenzdruck

Nach Social Distancing folgte die nächste grosse Sorge, der wirtschaftliche Existenzdruck. Vor allem Einzelunternehmer und KMUs stehen vor einer möglichen Schliessung Ihrer Geschäfte. Gewerkschaftsverbände und Politiker überrollen das Bundeshaus in Bern mit Fragen, wie mir ein Mitarbeiter aus dem Bundeshaus mitteilte. Er steht im Kontakt mit dem Bundesrat und auch mit allen Verantwortlichen aus Politik und dem Gesundheitsamt. Aber er möchte namentlich nicht genannt werden. Vor allem Existenzthemen und der Erhalt der Arbeitsplätze stehen bei allen Fragen oben auf der Liste. In der Schweiz, in der der Mittelstand das Land aufrechterhält, erhält der Mittelstand keine Hilfe. Und das wirft im Volk Fragen auf. Die Menschen verlieren das Vertrauen in die Regierung. Viele Selbstständige fühlen sich im Stich gelassen.

Unternehmen stehen vor technischen und sicherheitstechnischen Herausforderungen

Unternehmen stehen vor technischen und sicherheitstechnischen Herausforderungen Home-Arbeitsplätze zu erschaffen. Angestellte teilten ihre Homeoffice-Arbeitsplätze auf Social-Media-Kanälen und es gibt bereits Auswertungen, welcher Arbeitgeber die Krise besser meistert.

Die Menschen in der Schweiz und weltweit haben eine Geschichte zu erzählen, die sie in Fotodokumentationen und Videos festgehalten haben. Erfahrungen und Erlebnisse, die für diese Ausstellung spannend sind.

Das Naturmuseum Luzern bittet die Bevölkerung um Mithilfe, eine Sammlung aus Objekten und Geschichten aufzubauen, um sie für die zukünftige Generationen zu dokumentieren. Das Museum möchte die Geschichte von heute, die Corona-Pandemie, für die Menschen von morgen erhalten, bewahren und zugänglich machen.[2]

Die kurzfristigen Auswirkungen dieser Ausnahmesituation zeigen sich auch in unserer Natur.[3]

Konsum und andere Banalitäten geraten in den Hintergrund. Wir haben mehr Zeit zum Reflektieren.

Die Weltwirtschaft wird sich in den nächsten Jahren stark verändern. Die Zeit ist reif für nachhaltigere Wirtschaftsmodelle und verantwortungsbewusstere Leitfiguren.

So wie einst Pablo Picasso sagte, setzen sich heute die Mitarbeiter des Natur-Museums Luzern dafür ein, das Museum zu füllen und von der weltweiten Pandemie Corona zu erzählen.


[1] Lockdown: admin.ch, https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-78454.html

[2] Medienmitteilung, Luzern sammelt Corona, 6. April 2020

[3] https://www.nationalgeographic.de/umwelt/2020/03/kurzfristig-positiv-corona-effekte-auf-die-umwelt

Anmerkung: Es handelt sich bei dem Artikel um eine Hausaufgabe, anlässlich der Ausbildung Journalismus.