Textarten

Pleonasmen und falsche Adjektive

Plenoasmen vermeiden

Das Wort Pleonasmus bedeutet “Fülle” und kann vom griechischen “πλεονασμóς pleonasmós” oder “Pleonasmo” abgeleitet werden. Diese Übersetzung fasst gut zusammen, worum es bei der Stilfigur geht und was das Wort selbst bedeutet.

Es werden mehrere Wörter in Pleonasmen aneinandergereiht, die dasselbe bedeuten, aber die einzelnen Wörter zusammengesetzt stellen keine zusätzlichen Informationen für den Leser dar.

Folgende Bildbeispiele zeigen Plenoasmen, die vermieden werden sollten:

1. Schwarzer Rabe: Der Tod als Lebensberater

Trailer zur vielversprechenden deutschen Tragikomödie “O Beautiful Night” von Benjamin Hecht — 24.02.2019 um 09:02

Ein ängstlicher Musiker, eine Stripperin und der leibhaftige Sensenmann ziehen durch die Nacht,

um sich den existentiellen Fragen des Lebens (und des Todes) zu stellen. Hier ist der Trailer zur

Tragikomödie „O Beautiful Night“.

Aus Angst vor dem Tod traut sich der 21-Jährige Yuri (Noah Saavedra) nur noch selten aus seiner

Wohnung. Anstatt sein Leben in vollen Zügen auszukosten, vertreibt sich der Musiker überwiegend

mit Online-Glückspielen die Zeit. Ein schwarzer Rabe scheint den jungen Mann zu verfolgen, was

in Yuri nur noch mehr Panik verursacht. Als der Vogel eines Tages mit voller Wucht gegen seine

Fensterscheibe knallt und stirbt, brennen beim Hypochonder die Sicherungen durch. Panisch

stolpert er aus seiner Wohnung. Er landet in einem Casino, wo ein mysteriöser Fremder auf ihn

wartet. Quelle: http://www.filmstarts.de

 

2. Grüne Tannennadeln

grueneTannennadeln

Quelle: istockphoto.com

3. Dunkle Nacht: Allein auf dem Mount Everest

MountEverest
Quelle: Spiegel.de

4. Ein Gratis-Geschenk: Ein Geschenk ist gratis

Gratisgeschenk
Quelle: Westfalia.de

5. Schwül-heiße Gewitter-Mythen: Was stimmt wirklich?

Donnerwetter! Rund um das Thema Gewitter gibt es viele gut gemeinte
Ratschläge und Weisheiten – doch welche davon sind wahr und welche nur
Märchen?
Die schwül-heiße Hitze brachte in der vergangenen Woche vielerorts
Gewitterschauer mit sich. Und auch in den kommenden Tagen ist immer wieder mit
Blitz und Donner zu rechnen. Wie man sich nun richtig bei einem Gewitter verhält,
darüber kursieren viele Mythen. “Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen”
heißt etwa eine alte Bauernregel. Allen elektrischen Geräten sollte man bei einem
Gewitter den Stecker ziehen, lautet ein weiterer Ratschlag. Doch welcher
Wahrheitsgehalt steckt in diesen Weisheiten? Welche sollte man befolgen und
welche lieber nicht? Quelle: nachrichten.at 03. August 2018 09:54 Uhr

6. Pulsschlag! Ein Puls ist ein Schlag

Pulsschlag
Quelle: NZZ Online

7. Schneller Geschwindigkeit: Mit Gleitschirm verunglückt

Ein Gleitschirmflieger hat sich bei einer missglückten Landung in Rorschach verletzt.
Er war auf einem Randstein gelandet.

Von St.Galler Kantonspolizei
Publiziert am 20. Mai 2019

Am Sonntag, 19. Mai 2019 kurz nach 17 Uhr ist auf der Seminarstrasse in Rorschach
ein 38-jähriger Gleitschirmflieger bei der Landung in einen Randstein geprallt. Er
wurde unbestimmt verletzt und musste von der Rega ins Spital geflogen werden.
Ein 38-jähriger Mann flog mit seinem Gleitschirm vom Fünfländerblick in Eggersriet
nach Rorschach und steuerte dabei den Landeplatz bei der PHSG Mariaberg an.
Vor der Landung dürfte er bei einer Kurve zu stark eingelenkt haben, woraufhin er
sich mit schneller Geschwindigkeit dem Boden näherte.

Quelle: dieostschweiz.ch

8. Runder Ball: Die Geschichte eines Vereins DSG Ledenitzen

Titel: Ledenitzen – Seit über einem halben Jahrhundert wird hier Fußball gespielt.

Der DSG Ledenitzen feiert heuer nämlich sein 55. Jubiläum. Doch hinter dem Verein steckt viel
mehr, als ein runder Ball aus Leder. Zusammenhalt, Leidenschaft und Herzblut für den
Sport und die einzelnen Mitglieder, stehen hier im Vordergrund. Zusammen mit
Gründungsmitglied Johann Ressmann und Musti Keceli blicken wir auf die letzten
Jahre am Spielfeld zurück.

Quelle: www.5min.at

9. Grausame Bestie: Hier und jetzt mit Haien schwimmen – völlig gefahrlos

Alina Schadwinkel 12. August 2016 um 9:31 Uhr

Seit 400 Millionen Jahren bevölkern Haie die Weltmeere. Derzeit sind mehr als 500
Arten bekannt. Eine interaktive Grafik des Magazins National Geographic zeigt, wie
winzig der Mensch neben manchen dieser Raubfische wirkt. Und wie zart so
mancher Hai neben einem Taucher.
Der Weiße Hai (Carcharodon carcharias) ist der Prominenteste unter den
Raubfischen, wenn auch einer mit schlechtem Ruf: Seit Steven Spielbergs Film aus
den siebziger Jahren, die den Hai als grausame Bestie zeigt, ist sein Image ruiniert.
Dabei sind die bis zu sechs Meter langen Tiere weniger aggressiv, als es der Film
suggeriert. Zwar liest man immer wieder Meldungen von Haiattacken – doch im
Vergleich zur Anzahl der Tiere und zur Häufigkeit von Mensch-Hai-Begegnungen sind
solche Angriffe immer noch selten.

Quelle: zeit-online.de

10. Lauter Krach

lauterkrach
Quelle: beobachter.ch

Falsche Adjektive

Es gibt Adjektive, die einen Text für einen Leser spannender machen. Und es gibt falsche Adjektive, wie es die folgenden Beispiele zeigen:

schlussendlich

Schlussendlich

 

Quelle: OltnerTagblatt online

stillschweigend

Stillschweigend

Quelle: Aargauerzeitung.ch

klammheimlich

Klammheimlich

 

Quelle: NZZ online