Sequenzen im Film

Kirche

Bildquelle: Alena Stalmashonak/Freepik

Filmische Sequenz: räumlich

Lesezeit: 04:02

Vogelperspektive auf die katholische Kirche in Rom

Schnitt –

Fussboden mit Marmor und Marmorsäulen, dunkel gehalten und nur das Tagelicht tritt ein wenig von rechts oben nach links unten auf den Marmorfussboden

Schnitt –

Ein sehr hoher Raum mit Gemälden, Stuck, bunt und zwei grossen Spiegeln, dunkel gehalten

Schnitt –

Der gleiche Raum, ausgeleuchtet durch ein Fenster mit Tageslicht, davor weisse Gardienen, mit weiteren Stuckelementen, Geldmälden, einem Holztisch und einem Holzhocker mit einem grossen Bett.

Schnitt –

Ein Gang aussen, geprägt von hohen dicken Betonsäulen, die das Tageslicht schneiden und Kirchenglocken im Hintergrund

Schnitt –

Es folgt ein breiter, hoher Treppenaufgang (ähnlich wie in einer Oper), an den Seitenwänden mit Stuckverzierungen, das Tagelicht ist nur am Treppenaufgang zu sehen

Schnitt –

Es folgt ein enger, grauer Flur

Schnitt –

Eintritt in einen Raum der Kathedrale, wunderschöne Gemälde, Stuck und der Boden gelegt mit kleinen Marmorsteinchen, an der Seite zwei kleine Balkone – ein Ort der Ruhe und Schönheit

 

Filmische Sequenz: zeitlich

Menschen am Strassenrand einer vielbefahrenen Strasse, Niemand spricht, man schaut sich nicht an, alle schauen auf die Ampel, die auf rot steht, alle warten auf das Umschalten der Ampel auf grün, es folgt eine Totale auf eine ältere Dame, die sich Sorgen macht, ob sie es schafft, in der Grünphase der Ampel, die vielbefahrene Strasse zu überqueren, Ampel grün – Alle laufen. Nur die ältere Dame zögert.

 

Filmische Sequenz: begrifflich

Vor einer Dokumentation über das Internationale Rote Kreuz wird das Symbol des Internationalen Roten Kreuzes eingeblendet. Jeder Seher, weiss sofort, dass es sich um eine Hilfsorganisation, die weltweit operiert handelt (Hilfsorganisation Flüchtlinge und die Ärmsten).

 

Filmische Sequenz: emotioneller Horizont

1.)

Finstere Nacht, mondlos, muffig und neblig, in der Ferne schwellt ein Brummen an, es kommen Bomber geflogen, Angst, Panik, Schwitzen, dann hört man ein Pfeiffen in der Luft, die Bomben fallen, die Häuser explodieren, Qualm steigt auf, Tote liegen auf den Strassen….es beginnt ein historischer Kriegsfilm.

2.)

Schulzimmer in der Totalen Aufnahme, Totale vom Gesicht des Schülers, Nahaufnahme der Schuluhr, Halbtotale auf die Klasse in Einstellungsfolgen als Schnittaufnahmen.

Den Zuschauer orientiere ich im Moment des Spickzettel schreibenden Schülers. Der Horizont ist die Gesamtheit der Schnitte Klassenzimmer, Gesicht, Uhr und die Halbaufnahme der Klasse, den Spickzettel schreibt und weitergibt.

Die Geschichte erzählt von der Spannung eines Schülers, der einen Spickzettel schreibt und präsentiert den Druck der sich beim Schüler aufbaut. Der Schüler ist unruhig (wackelnde Beine), ist hektisch (Uhr) und nervös (weitergeben des Spickzettels).