Portrait

Visionärer Bahnbrecher

von  | Jul 6, 2020 | Portrait

 

 

Eine spannend Karriere im Militär

Noch wenige Tage vor der Kommandoübergabe des Waffenplatzes in Stans beriet der Schweizer Robert Tischhauser Politiker, Bürger, Gemeinden und Regierungsräte, betreffend der Corona-Pandemie, zu Personenschutz ergreifenden Massnahmen.

Herr Robert Tischhauser / Oberst und J1 in Bern, Abteilung Ausbildung und Sport übernahm am 24. Juni 2020 das Kommando des Waffenplatzes in Stans.

Im Dienst des Militärs: Geboren in Werdenberg, in St. Gallen als Sohn einer adligen Familie, entschied er treu seiner Funktion, an der Kommandoübergabe nicht die Hymne seines Herkunftsgebietes, sondern die Hymne des neuen Wirkungsortes von Nidwalden spielen zu lassen.

»Es ist kein Geheimnis.

Ich freue mich sehr die Aufgabe am Waffenplatz in Stans zu übernehmen.»


Robert Tischhauser / Kommandant Waffenplatz

Die Kommandoübergabe fand auf dem Waffenplatz in Stans, in der Sporthalle statt. Sein Auftreten während der Kommandoübergabe ist Raum einnehmend und charismatisch. Kein Zeichen der Nervosität. Herr Tischhauser spricht würdevoll und mit Pausen zu den Uniformierten und den geladenen Gästen. Seine Freude erkennt man am Sprachstil und seinen gekonnt platzierten humorvollen Aussagen.

Der Gang und die Mimik lassen keinen Zweifel an seiner Entschlossenheit und Durchsetzungskraft. Sein Körperbau ist kräftig und sein Handschlag stark. Als Beispiel seiner Kraft präsentiert Herr Tischhauser eine Grifftechnik aus dem Kampfsport Krav Maga. Krav Maga ist ein israelisches Selbstverteidigungssystem, das bevorzugt Schlag- und Tritttechniken nutzt, aber auch Grifftechniken, Hebel und Bodenkampf beinhaltet. Für die Verteidigung in Kriegsgebieten unverzichtbar, berichtet Herr Tischhauser.

Während seines Einsatzes im Kosovo wusste Herr Tischhauser, dass er belastbar und konzentriert bleiben muss, um im extremen Stress dieser Umgebung erfolgreich zu sein. Im Einsatz in verschiedenen Kriegsgebieten, so berichtet Herr Tischhauser, sei es auch wichtig gewesen, das Team zusammenzuhalten und bei Angriffen, wie z. B. Maschinengewehren und Granaten, immer die Ruhe zu bewahren.

Der Umzug von Bern nach Stans ist noch nicht vollzogen. Die Zeit zum Einrichten des neuen Arbeitsplatzes steht an zweiter Stelle, sagt Herr Tischhauser. Pflichtbewusst nahm er erste personelle und strategische Gespräche am Standort wahr, anstatt sich seinem Büro zu widmen. Die Aufgaben vor Ort und Personelles sind seine erste Priorität.

Aus Gesprächen anlässlich der Kommandoübergabe ist zu hören, dass Herr Tischhauser für seine hilfsbereit Art und seine strukturierte sowie offene Führung geschätzt wird.

Der heute 57-jährige Bankkaufmann, wählte seine Karriere im Militär, weil es in der damaligen Zeit nur auf diesem Weg möglich war, eine höhere Karriere als Führungskraft zu absolvieren. Eine Militärausbildung ist in der Schweiz hoch anerkannt, auch in der Privatwirtschaft.

 

 

 

 

 Seine aufgeschlossene und humorvolle Art ist bemerkenswert. Auf die Familie angesprochen erfährt man nur wenig, denn Privates schützt Herr Tischhauser. Es wird im Gespräch deutlich, wie umfassend sein Wissen auch in der Informatik ist. Er ist aber kein Freund von den Dingen, die mit der Informatik zu tun haben.

Nach der Ernennung zum Kommandanten am Waffenplatz in Stans erhielt Herr Tischhauser private Grüsse sowie Glückwünsche aus politischen Kreisen. Herr Tischhauser bleibt nach aussen unberührt.

Aus den Gratulationsnachrichten und der Ansprache seines Vorgesetzten anlässlich der Kommandoübergabe erfährt man, dass Herrn Tischhauser massgeblich an vielen Karrieren seiner Schützlinge beteiligt war und es bis heute ist.

Herr Tischhauser ist begeisterter Förderer. Seine Direktheit, die harte Führung, das konsequente und emphatische Verhalten, schätzen seine Schützlinge bis heute.

Herr Robert Tischhauser hat die Mission seine Schützlinge zu inspirieren, sich dem Weg und Lebensstil einer integrierten „vertikalen“ Entwicklung anzuschließen und zu den besten Führungskräften zu werden.

Aus eigener Kraft, mit gesundem Selbstbewusstsein,

alles zu erreichen, wofür man steht.

Robert Tischhauser / Kommandant Waffenplatz

Schnell einen konzentrierten Zustand in herausfordernden Situationen zu erreichen, erwarb Herr Tischhauser sich durch seine lebenslange Leidenschaft für die Kampfkunst.

Er wusste, dass diese Fähigkeit für zukünftige Führungskräfte äusserst wichtig ist und dass sie trainiert werden muss.

In seiner Freizeit geniesst Herr Tischhauser sein zu Hause in Nidwalden mit dem Blick auf die Berge und den See.

Er kocht und grilliert gern. Sein Hobby ist gleichzeitig seine Kraftinsel. Er sucht die Ruhe auf seinem Boot, schwimmt gern und überdenkt dabei auch wichtige Entscheide in seiner Funktion.

Die Funktion erfordert ein waches Bewusstsein, emotionale und geistige Belastbarkeit, Verständnis und Entscheidungskraft. Nur wenige schaffen diesen Spagat als Führungskraft im Militär zu meistern.

Herr Tischhauser entschied sich gegen die Karriere als Banker, weil er sich in diesem Umfeld nicht wohl fühlte. Im Militär habe er gefunden, was er in der Zeit als Bankkaufmann vermisst habe. Die Führung grosser Teams, die Ausbildung von Führungskräften, die Verantwortung und Entscheidungsfreiheit für Projekte, die Herausforderungen Krisensituationen zu meistern, einen entscheidenden Anteil an der Sicherheit der Schweiz beizutragen und Teil einer grossen «Familie» zu sein.

mfr/nicht veröffentlicht, 06. Juli 2020